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Pflanz- und Pflegetipps
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Vitanal Spezialdünger für Orchideen:
Gartenorchideen werden vom ersten Blattaustrieb bis Anfang September einmal wöchentlich morgens oder abends gedüngt. Dabei genügt eine Verschlusskappe Dünger auf vier Liter Gießwasser. Überbrausen Sie das Laub, denn Vitanal wird von den Pflanzen auch über das Blatt aufgenommen.
Spezialerde für Orchideen:
Das Kultursubstrat kann pur verwendet oder unter die Gartenerde gemischt werden. Idealer Mutterboden setzt sich aus Sand, Lehm, verrottetem Buchenlaub und dürren Kiefernnadeln zusammen. Zum Untermischen hat sich bei mir kalkfreier Sand (Maurer-Putzsand oder Quarzsand aus dem Baumarkt) bewährt. Er darf bis zu einem Viertel des gesamten Pflanzsubstrats ausmachen. |
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Cypripedium (Frauenschuh-Orchidee)
In der Natur findet man Frauenschuh-Orchideen in aller Regel an Waldrändern und an Waldlichtungen. Sie wählen also in Ihrem Garten einen halbschattigen Standort, der vor der Mittagssonne geschützt ist. Wo Farne gedeihen – kühl und nie ganz trocken – fühlen sich auch Frauenschuh-Orchideen wohl. Falls nötig, machen Sie den Untergrund der Pflanzstelle durch Untermischen von gebrochenem Tongranulat oder Lavalit wasserdurchlässig. Der Pflanzhumus, 10 bis 15 cm stark, besteht aus lockerer, humusreicher, aber nährstoffarmer Erde. Ideal ist, wenn Sie verrottetes Buchenlaub und Kiefernnadeln untermischen. Nur die einheimische Cypripedium calceolus bevorzugt kalkhaltiges Substrat. Alle anderen Arten wachsen am besten in neutraler bis leicht saurer Erde. Das von mir angebotene Pflanzsubstrat enthält speziell präparierte Holzfasern, die einen idealen Nährboden bilden für die Symbiosepilze der Orchideen. Es kann unter die Gartenerde (kein frischer Kompost!) gemischt, oder auch pur verwendet werden.
Beim Pflanzen werden die Wurzeln flach ausgebreitet. Die Sprossknospe sollte 3 cm mit Erde bedeckt werden. Durch mehrmaliges Überbrausen mit Wasser setzt sich der Boden und es kommt zu einer innigen Verbindung zwischen Wurzeln und Erde.
In die Nachbarschaft passen schwachwüchsige Gehölze und Stauden. Schützen Sie Ihren Frauenschuh, besonders im Frühjahr während des Austriebs, vor Schneckenfraß. In den Sommermonaten sollten Sie darauf achten, dass das Erdreich nie austrocknet. Frostschutz ist nicht nötig. In extremen Lagen ist eine luftige Abdeckung mit Fichtenzweigen sinnvoll, damit der Boden bei Sonneneinwirkung langsamer auftaut.
Pleione (Tibet-Orchidee)
Diese Zwergorchideen können Sie im ersten Jahr auch im Zimmer im Blumentopf zur Blüte bringen und danach im Garten auspflanzen. Drücken Sie die Pseudobulben ganz flach in humose, durchlässige Erde. Während sich die bereits voll entwickelte Knospe zur Blüte öffnet, bilden sich Wurzeln.
Überwintern Sie die Pleionen trocken und sehr kühl. Geringe Minusgrade schaden der Pleione formosana nicht, Pleione limprichtii verträgt sogar bis minus 18 Grad. Mit einer Abdeckung aus trockenem Laub und einem Stück Folie, das verankert oder beschwert wird, können sie bedenkenlos im Freien bleiben.
Pogonia (Sumpforchidee)
Wählen Sie einen sonnigen Standort. Die Erde, saurer Torf oder Moorboden, muss stets nass sein. Die Uferzone eines Teiches oder ein wasserdichtes in den Boden eingelassenes Pflanzgefäß erfüllen diese Bedingungen. Schützen Sie die Pflanze vor strengem Frost, indem Sie sie mit Fichtenreisig abdecken.
Dactylorhiza (Knabenkraut-Orchidee)
Kanbenkraut steht in voller Sonne, Halbschatten schadet aber nicht. Teichrand, Alpinum oder das Staudenbeet kommen als Standort in Frage. Sehr wirkungsvoll ist eine Naturwiese. In diesem Fall beachten Sie bitte, dass das noch grüne Laub der Orchideen keinesfalls abgemäht werden darf. Am besten, Sie pflanzen in Gruppen oder am Wiesenrand. Die getopften Pflanzen wachsen in jedem guten Gartenboden. Wichtig ist, dass sie im Frühjahr bis nach der Blüte ausreichend Feuchtigkeit haben. Bei Trockenheit helfen Sie mit der Gießkanne kräftig nach.
Epipactis (Stendelwurz-Orchidee)
Epipactis palustris, die einheimische Stendelwurz, liebt es sonnig in moorigen Wiesen. Also pflanzen wir sie auch im Garten an feuchte Stellen oder gar ins Sumpfbeet und in die volle Sonne. Meine Testpflanzungen zeigen, dass sie bezüglich Standort und Bodenbeschaffenheit sehr tolerant ist. Epipactis giganteum ist genauso anspruchslos. Beide Arten bilden unterirdische Ausläufer und vermehren sich auf diese Weise gut. Vitanal-Orchideendünger fördert dies.
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